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Ein Gedicht....
vorgetragen im Auftrag der Jury
von Prof. (em.) Jupp O. Nehaar.
Hochvehrtes Publikum
hier im Auditorium!
Man hat ja wohl seit jungen Tagen
mit dem rechten Schreiben seine Plagen.
Es ist nicht leicht, sich vielen Regeln streng zu beugen,
wovon manche Meinungsdarbietung will zeugen.
Wenn wir einmal ehrlich mit uns selber sind,
den Konrad Duden, den kennt heute kaum ein Kind.
Die Kreativität verlangt nach neuen Formen,
Es setzt so mancher völlig neue Normen.
So ein Absatz ohne Komma, Doppelpunkt und Strich
Ist doch Labsal für die Augen, ist ein Kunstwerk - finde ich.
Schreibt man's gross oder doch vielleicht nur klein -
Wer will so pingelig denn heute sein ?
Aus diesem so besond'ren Grunde
ergeht allhier und jetzt die Kunde,
dass an der blauen Universität
man heute sich hat überlegt
zu stiften einen schönen Preis,
für jemanden, der wirklich weiß
den geneigten Leser zu erfreuen
mit Fehlern - immer wieder neuen.
Es ist nicht Pauling, wie mancher mag vermuten,
dem wird zwar jetzt das Herzlein bluten,
doch schied der aus aus diesem Spiel,
weil ein spitzer Federkiel
mit wohl gerat'nen Worten
ihn versterben liess an gleich zwei Orten.
Nein, nein, geschätztes Auditorium,
es wird uns sicher niemand nehmen krumm,
wenn das akademische Gericht
diesen Preis von hohem orthografischen Gewicht
an jemanden vergibt, der in der Tat
seine Würdigkeit bewiesen hat:
Der Preis, graviert in ziemlich harten Stein -
er geht an »Imperator« Thain.
Mag Glück er bringen alle Tage,
Uns war's 'ne Freude - ohne Frage..... ;-) |
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